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Besonders gut gefallen haben mir die Erzählungen von Angeline Bauer, Peter Erfurt, Alessa Schmelzer und Hans van Ooyen. Man spürt dort, dass Könner des Genres der historischen Romane am Werk waren.
Berthold Braams, amazon Rezensent, **** Sterne

»Drei Tagesritte vom Bodensee«

Autoren und Autorinnen

Weitere Autoren der Anthologie sind: Angeline Bauer, Tania Douglas, Peter Erfurt, Viktor Glass, Constanze Wilken u.a.m.

Sohn des Mars

in: Drei Tagesritte vom Bodensee
Historische Geschichten
Paperback
(Hg.) B. Grieshaber, S. Kopitzki
ISBN 978-3-8392-1216-5
Gmeiner Verlag 2011

Die Anthologie zur Historica 2011!

Inhalt

Rund um den See
Das Gebiet rund um den Bodensee gilt heutzutage als eine der schönsten und abwechslungsreichsten Regionen Europas. Dass der Weg dorthin steinig und schwer war, lassen die Kurzgeschichten der Autoren in dieser Anthologie erahnen. Sie erzählen von historischen Persönlichkeiten, die im Umkreis des Bodensees – bis zu drei Tagesritte vom See entfernt – gelebt oder gewirkt haben. Von der Steinzeit bis hin zum Vorabend des Ersten Weltkrieges werden Episoden aus ihrem Leben ebenso spannend wie abwechslungsreich in Szene gesetzt.

Stimmen zum Buch

Berthold Braams "Horst", amazon Rezensent, **** Sterne

Anthologien sind ja so eine Sache, meist versammeln sie Autoren und Geschichten höchst unterschiedlicher Qualität, das ist hier nicht anders. Aber die guten, spannenden Geschichten überwiegen, und das gibt den Ausschlag! Besonders gut gefallen haben mir die Erzählungen von Angeline Bauer, Peter Erfurt, Alessa Schmelzer und Hans van Ooyen. Man spürt dort, dass Könner des Genres der historischen Romane am Werk waren. Aus meiner Sicht eine ideale, empfehlenswerte Urlaubslektüre.
(Kritik auf amazon lesen)
Clemens A. Sauer, amazon Rezensent, ***** Sterne

Auf der Histo-Couch habe ich das Buch als Tipp entdeckt und dann einfach mal gekauft! Ich habe den Kauf nicht bereut. Im Gegenteil! "Drei Tagesritte vom Bodensee" ist eine Sammlung von historischen Kurzgeschichten und Texten von ganz unterschiedlichen Autoren. Ein wirklich bunter Mix. Auch zeitlich gesehen.Thematisch dreht es sich immer um den Bodensee. Die Qualität der Geschichten ist unterschiedlich, mir gefällt nicht jede Story. Aber ich finde, dass viele gute dabei sind. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Die Geschichten von Alexandra Guggenheim, Horst Bosetzky, Viktor Glass, Alessa Schmelzer und Constanze Wilken haben mir persönlich am besten gefallen. Die sind echt klasse geschrieben, die verstehen ihr Handwerk. Manchmal ist es richtig schade, dass es nur eine Kurzgeschichte ist. Da hätte ich mir gewünscht, dass es länger ist.
Von mir bekommt das Buch 5 Sterne. Ein extra Stern für das Cover mit dem Reiter.Der Kauf hat sich echt gelohnt! Kann ich nur weiterempfehlen!

(Kritik auf amazon lesen)
Südkurier, 30.09.2011

Braten und Birnentörtchen
Die Anthologie „Drei Tagesritte vom Bodensee“ begibt sich in eine vielseitig erzählteVergangenheit

Man könnte den Band als Einführung in die Gattung belletristischer Literatur verstehen, deren Gegenstand im weitesten Sinne die Historie liefert. Besser noch: als Appetitmacher. „Drei Tagesritte vom Bodensee“ versammelt die verschiedensten Varianten dieser Literaturabteilung und ergibt im Endeffekt ein abwechslungsreiches Leseerlebnis: Beginnend mit historischen Texten stehen historisierende Kurzgeschichten neben den knappen Erzählungen, die Dichtung und Wahrheit in den Lebensläufen historischer Persönlichkeiten verquicken. Die Geschichten um die Geschichte rund um den Bodensee und bis über die Grenzen des Hegaus hinaus heben denkbar früh an: Mit der Steinzeit geht es los.

Doch zunächst sind es die großen Literaten, die mit ihren Eindrücken anlässlich ihrer Bodenseebesuche zu Wort kommen. Besonders beeindruckend Michel de Montaigne, der sich auf Durchreise gen Italien im Konstanzer „Adler“ schlecht untergebracht fühlt und aufgrund „barbarischer alemannischer Willkür und Anmaßung“ gar vor Gericht geht, was ihn jedoch nicht grundsätzlich gegen sein Gastland aufbringt.

Mit erstaunlicher Aufgeschlossenheit würdigt er unmittelbar darauf durch einen Mitreisenden die Gastronomie rund um den See. Gar nicht genug kann er, der Franzose, kriegen von den Gaststuben und Speisen, die ihm kredenzt werden: Brot, diverse Suppen, Fisch, Braten bis hin zu Birnentörtchen. „Wir haben nie zuvor so delikate Gerichte gegessen, wie sie dort gang und gäbe sind“, ist zu lesen. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Den seltsamen Vogelkäfig, den er in der „Krone“ in Lindau an der Decke angebracht sieht, sowie die kulinarischen Beschreibungen greift Constanze Wilken auf, um daraus in „Eine Qittensuppe für Monsieur de Montaigne“ eine hübsche Geschichte zu machen, wie Monsieur den „Kronen“-Wirt mit List und Tücke dazu bringt, einen armen Studenten als Schwiegersohn willkommen zu heißen. Constanze Wilken gehört dem „Quo Vadis“-Autorenkreis an, der sich dem historischen Roman verschrieben hat und der im kommenden November in Singen das Autorentreffen „Historica“ veranstaltet (s.a. Infokästchen). Auch dafür ist die Anthologie gedacht, wie die beiden Herausgeber Barbara Grieshaber und Siegmund Kopitzki in ihrem aufschlussreichen Vorwort anmerken. So sind auch zehn der besten Beiträge des „Quo Vadis“-Kurzgeschichtenwettbewerbs im Band abgedruckt, von eher unbekannte Autorinnen und Autoren, deren Protagonisten im Gegensatz dazu bereits einen Namen haben.

In der düsteren Geschichte von Annette Amrhein ist Gottfried Keller gerade bei der Überarbeitung seines „Grünen Heinrich“, der Heiler Franz Arnold Mesmer und Hermann Hesse tauchen gar in mehreren Geschichten auf. So auch Goethe, der im Hegau an seinem „Faust“ schreibt. Angeregt wird der alte Lüstling durch die schöne Dorothea, die ihm, so fantasiert Alexandra Guggenheim mit respektlosem Witz, als Vorbild seines Gretchens dient.

Manchmal sind es jedoch die namenlosen Heldinnen und Helden, die die spannendsten Geschichten liefern. Etwa die Erzählung der im 18. Jahrhundert lebenden Josefina, der geplagten Ehefrau eines Taugenichts, der das ganze Geld beim Lotteriespiel durchbringt und sein verdientes Ende findet. Ebenso die über einen anonymen Wilderer in Angeline Bauers „Kaltes Land“, dessen wahre Protagonistin eine Bärin ist. Die Vielfalt des Erzählten ist erstaunlich: Besagte Steinzeit wird heraufbeschworen, eine tragische Liebesgeschichte stammt aus dem römisch besetzten Helvetien, als Hexen gebrandmarkte Frauen werden zu heimlichen Heldinnen.

Eine Hexe ist auch Christoph Kellers Protagonistin in „Erika“, eher heiter angelegt, wenn auch mit makabrem Einschlag. Die Palette reicht von abgründig, wie etwa Peter Erfurts „Konstanzer Blutnacht“, bis hin zu unerwarteten Formen der historischen Erzählung. Hermann Kinder lässt in „Defektes Material“ ein virtuelles Wesen aus einer hoffentlich fernen Zukunft einen satirischen Blick auf uns Fleischeswesen werfen. Hilfreich ist auch, dass in manchen Geschichten wie der über die „Geburtsstunde des Doktor Mabuse“ von Horst Bosetzky kleine Anmerkungen am Schluss des Textes historische Zusammenhänge herstellen.

Gute bis sehr gute Kostproben haben Grieshaber und Kopitzki zusammengestellt, die Appetit machen, sich vielleicht doch noch einen Historienschinken einzuverleiben.

Grieshaber/Kopitzki (Hg.): „Drei Tagesritte vom Bodensee“. Historische Geschichten. Gmeiner-Verlag, Meßkirch. 420 Seiten, 12,90 Euro
Rezension des Südkuriers (Quellenangabe)
Gmeiner Verlag
Ein historischer Streifzug rund um den Bodensee. Absolut empfehlenswert!

Meine Geschichte

Meine Geschichte “Sohn des Mars” erzählt von Liebe, Verrat und Tod. In den Wirren des Vierkaiserjahres führte A. Caecina Alienus auf Befehl des A. Vitellius, der gegen G. Sulpicius Galba opponierte u.a. die XXI LEGIO RAPAX über die Alpen, um gegen die Truppen Galbas zu kämpfen. Einige Historiker glauben heute (entgegen Tacitus “Historie”), der Aufstand der Helvetier sei von Caecina inszeniert worden, um die Kampfstärke der Rapax zu testen. Weite Teile Helvetiens (darunter die Siedlung Aquae Helveticae) sind zerstört worden. Der römische Tribun Lucius Calpurnius Fabatus ist historisch belegt. Archäologen fanden seinen Grabstein in Como, seiner Heimatstadt. Meine Protagonistin Silva ist eine fiktive Figur. Als sie auf den Tribun trifft, gerät ihre ganze Welt aus den Fugen und sie muss nicht nur um ihr Leben kämpfen...