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Blog »Neues aus der alten Welt«

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Blog: ›Neues aus der alten Welt‹

Antikes ⎥ Aktuelles ⎥Absurdes

In ›Neues aus der alten Welt‹ schreibe ich über historische Orte, mythologische und historische Personen wie römische Schriftsteller und Dichter, Politiker und Redner...

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Tolles Gewinnspiel zur Anthologie „Drei Tagesritte vom Bodensee“!

Heute gibt es Neuigkeiten zur Anthologie »Drei Tagesritte vom Bodensee«. Rechtzeitig zur Historica 2011 in Singen am Hohentwiel gibt es ein Gewinnspiel, bei dem es sich lohnt, mitzumachen. Der Autorenkreis verlost 5 Exemplare der Anthologie „Drei Tagesritte vom Bodensee“!

Hier die Frage:

Burchard III. von Schwaben und seine Ehefrau Hadwig gründeten um das Jahr 970 ein Kloster auf dem Hohentwiel, dem Hausberg der heutigen Stadt Singen. Wir wollen nun wissen, welchem Heiligen das Ehepaar das Benediktinerkloster auf dem Hohentwiel weihte? Tipp: Um den gesuchten Heiligen ranken sich viele Legenden. Eine davon ist die des Drachentöters….

  • Hl. Barbara

  • Hl. Georg

  • Hl. Katharina

Auf dem Fresko (um 1437) sind Burchard III. von Schwaben und seine Ehefrau Hadwig zu sehen. In ihrer Mitte befindet sich eine Kirche (Symbol für die Klostergründung).

Der Einsendeschluss ist der 09.11.2011! Wer die Lösung weiß, schickt diese an folgende Email Adresse: gewinnspiel@autorenkreis-quovadis.de *

Zur Quo Vadis Website mit den Teilnahmebedingungen* !

Publikumsliebling gesucht!

Auf der Jagd nach der besten Kurzgeschichte aus der Anthologie “Drei Tagesritte vom Bodensee” stiften der Gmeiner-Verlag und die Stadt Singen einen Publikumspreis. Die Verleihung dieses Preises findet am 09. November auf der Historica des Autorenkreises Quo Vadis in Singen statt.

Sie als Leserinnen und Leser können abstimmen, welche der historischen Kurzgeschichten Ihnen am besten gefällt. Stimmen Sie ab!

Unter den Einsendungen werden u.a. zwei Buchpakete aus dem Gmeiner-Verlag verlost!

Einsendungen bis zum 10. November 2011 werden berücksichtigt!

Viel Glück!

Abstimmen und Gewinnen

Weiterführende Informationen und Links zu Publikumsliebling gesucht! auf Alessa Schmelzer

Neue Rezension zur Anthologie "Drei Tagesritte vom Bodensee" erschienen

Im Südkurier erschien am 30.09. diese Rezension zur Anthologie “Drei Tagesritte vom Bodensee”:

Braten und Birnentörtchen

Die Anthologie „Drei Tagesritte vom Bodensee“ begibt sich in eine vielseitig erzählteVergangenheit

Man könnte den Band als Einführung in die Gattung belletristischer Literatur verstehen, deren Gegenstand im weitesten Sinne die Historie liefert. Besser noch: als Appetitmacher. „Drei Tagesritte vom Bodensee“ versammelt die verschiedensten Varianten dieser Literaturabteilung und ergibt im Endeffekt ein abwechslungsreiches Leseerlebnis: Beginnend mit historischen Texten stehen historisierende Kurzgeschichten neben den knappen Erzählungen, die Dichtung und Wahrheit in den Lebensläufen historischer Persönlichkeiten verquicken. Die Geschichten um die Geschichte rund um den Bodensee und bis über die Grenzen des Hegaus hinaus heben denkbar früh an: Mit der Steinzeit geht es los.

Doch zunächst sind es die großen Literaten, die mit ihren Eindrücken anlässlich ihrer Bodenseebesuche zu Wort kommen. Besonders beeindruckend Michel de Montaigne, der sich auf Durchreise gen Italien im Konstanzer „Adler“ schlecht untergebracht fühlt und aufgrund „barbarischer alemannischer Willkür und Anmaßung“ gar vor Gericht geht, was ihn jedoch nicht grundsätzlich gegen sein Gastland aufbringt.

Mit erstaunlicher Aufgeschlossenheit würdigt er unmittelbar darauf durch einen Mitreisenden die Gastronomie rund um den See. Gar nicht genug kann er, der Franzose, kriegen von den Gaststuben und Speisen, die ihm kredenzt werden: Brot, diverse Suppen, Fisch, Braten bis hin zu Birnentörtchen. „Wir haben nie zuvor so delikate Gerichte gegessen, wie sie dort gang und gäbe sind“, ist zu lesen. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

Den seltsamen Vogelkäfig, den er in der „Krone“ in Lindau an der Decke angebracht sieht, sowie die kulinarischen Beschreibungen greift Constanze Wilken auf, um daraus in „Eine Qittensuppe für Monsieur de Montaigne“ eine hübsche Geschichte zu machen, wie Monsieur den „Kronen“-Wirt mit List und Tücke dazu bringt, einen armen Studenten als Schwiegersohn willkommen zu heißen. Constanze Wilken gehört dem „Quo Vadis“-Autorenkreis an, der sich dem historischen Roman verschrieben hat und der im kommenden November in Singen das Autorentreffen „Historica“ veranstaltet (s.a. Infokästchen). Auch dafür ist die Anthologie gedacht, wie die beiden Herausgeber Barbara Grieshaber und Siegmund Kopitzki in ihrem aufschlussreichen Vorwort anmerken. So sind auch zehn der besten Beiträge des „Quo Vadis“-Kurzgeschichtenwettbewerbs im Band abgedruckt, von eher unbekannte Autorinnen und Autoren, deren Protagonisten im Gegensatz dazu bereits einen Namen haben.

In der düsteren Geschichte von Annette Amrhein ist Gottfried Keller gerade bei der Überarbeitung seines „Grünen Heinrich“, der Heiler Franz Arnold Mesmer und Hermann Hesse tauchen gar in mehreren Geschichten auf. So auch Goethe, der im Hegau an seinem „Faust“ schreibt. Angeregt wird der alte Lüstling durch die schöne Dorothea, die ihm, so fantasiert Alexandra Guggenheim mit respektlosem Witz, als Vorbild seines Gretchens dient.

Manchmal sind es jedoch die namenlosen Heldinnen und Helden, die die spannendsten Geschichten liefern. Etwa die Erzählung der im 18. Jahrhundert lebenden Josefina, der geplagten Ehefrau eines Taugenichts, der das ganze Geld beim Lotteriespiel durchbringt und sein verdientes Ende findet. Ebenso die über einen anonymen Wilderer in Angeline Bauers „Kaltes Land“, dessen wahre Protagonistin eine Bärin ist. Die Vielfalt des Erzählten ist erstaunlich: Besagte Steinzeit wird heraufbeschworen, eine tragische Liebesgeschichte stammt aus dem römisch besetzten Helvetien, als Hexen gebrandmarkte Frauen werden zu heimlichen Heldinnen.

Eine Hexe ist auch Christoph Kellers Protagonistin in „Erika“, eher heiter angelegt, wenn auch mit makabrem Einschlag. Die Palette reicht von abgründig, wie etwa Peter Erfurts „Konstanzer Blutnacht“, bis hin zu unerwarteten Formen der historischen Erzählung. Hermann Kinder lässt in „Defektes Material“ ein virtuelles Wesen aus einer hoffentlich fernen Zukunft einen satirischen Blick auf uns Fleischeswesen werfen. Hilfreich ist auch, dass in manchen Geschichten wie der über die „Geburtsstunde des Doktor Mabuse“ von Horst Bosetzky kleine Anmerkungen am Schluss des Textes historische Zusammenhänge herstellen.

Gute bis sehr gute Kostproben haben Grieshaber und Kopitzki zusammengestellt, die Appetit machen, sich vielleicht doch noch einen Historienschinken einzuverleiben.

Grieshaber/Kopitzki (Hg.): „Drei Tagesritte vom Bodensee“. Historische Geschichten. Gmeiner-Verlag, Meßkirch. 420 Seiten, 12,90 Euro

Drei Tagesritte vom Bodensee

Die Anthologie zur Historica 2011 in Singen des Autorenkreises Quo Vadis

Rund um den See

Das Gebiet rund um den Bodensee gilt heutzutage als eine der schönsten und abwechslungsreichsten Regionen Europas. Dass der Weg dorthin steinig und schwer war, lassen die Kurzgeschichten der Autoren in dieser Anthologie erahnen. Sie erzählen von historischen Persönlichkeiten, die im Umkreis de s Bodensees – bis zu drei Tagesritte vom See entfernt – gelebt oder gewirkt haben. Von der Steinzeit bis hin zum Vorabend des Ersten Weltkrieges werden Episoden aus ihrem Leben ebenso spannend wie abwechslungsreich in Szene gesetzt.

Meine Geschichte “Sohn des Mars” erzählt von Liebe, Verrat und Tod. In den Wirren des Vierkaiserjahres führte A. Caecina Alienus auf Befehl des A. Vitellius, der gegen G. Sulpicius Galba opponierte u.a. die XXI LEGIO RAPAX über die Alpen, um gegen die Truppen Galbas zu kämpfen. Einige Historiker glauben heute (entgegen Tacitus “Historie”), der Aufstand der Helvetier sei von Caecina inszeniert worden, um die Kampfstärke der Rapax zu testen. Weite Teile Helvetiens (darunter die Siedlung Aquae Helveticae) sind zerstört worden. Der römische Tribun Lucius Calpurnius Fabatus ist historisch belegt. Archäologen fanden seinen Grabstein in Como, seiner Heimatstadt. Meine Protagonistin Silva ist eine fiktive Figur. Als sie auf den Tribun trifft, gerät ihre ganze Welt aus den Fugen und sie muss nicht nur um ihr Leben kämpfen…

Drei Tagesritte vom Bodensee
Historische Geschichten
Gmeiner Verlag 2011
420 Seiten
12,90 €
ISBN 978-3-8392-1216-5

Weitere Quo Vadis-Autoren bei diesem Projekt: Angeline Bauer, Horst Bosetzky, Tania Douglas, Peter Erfurt, Viktor Glass, Rita Hausen, Alf Leue, Christiane Lind, Alessa Schmelzer, Susanne Wahl, Constanze Wilken, Eva Wodnarz-Eichner

Das Kolosseum in Rom - bald schon Opfer wirrer Sparmaßnahmen?

Für einen jeden Rom-Touristen steht es ganz weit oben auf der To-do-Liste: der Besuch des Kolosseums! Hätte es in der alten Welt eine offizielle “Das sind die sieben Weltwunder Liste” gegeben – dem Flavischen Amphitheater wäre ein Platz sicher gewesen. Vespasian (jener hochdekorierte Soldat, dem Flavius Josephus die Kaiserwürde prophezeite, ehe dieser auch nur daran dachte) ließ das Amphitheater im Tal zwischen Palatin, Esquilin und Caelius setzen. Für diesen gigantischen Bau ließ Vespasian Teile der Domus Aurea abreißen. So recht schien dem ‘Goldenen Haus’, wie Nero seinen Prachtbau genannt hatte, nachzutrauern. Wenngleich der Bau 79 n. Chr. nicht ganz fertiggestellt war, ließ Vespasian ihn dennoch einweihen. Nach seinem Ableben führten seine Söhne die Bautätigkeit fort, zunächst Titus, später der jüngere Domitian. Doch innerhalb nur eines einzigen Jahrzehnts war das Wunderwerk vollbracht (rund 30.000 Arbeiter sowie etliche Ingenieure waren vonnöten). Gladiatoren kämpften auf Leben und Tod im heißen Sand. Von der johlenden Menge begeistert angefeuert. Anders als die ausgebildeten Kampfmaschinen mussten die Zuschauer nicht schwitzen. Schien die Sonne brennend auf ihre Köpfe hinab, ließ man die großen Segel spannen. Ausgebildete Seeleute (immerhin rund 1.000 Männer!) waren eigens zu diesem Zweck abkommandiert – sie holten die Segel ein und fuhren sie aus. Wobei manche Kaiser auch anders verfuhren…

Beim Gladiatorenspiel ließ Caligula manchmal, wenn die Sonne am heißestes brannte, die vela zurückziehen und verbot allen hinauszugehen.

(Sueton, Caligula 26,5)

So manches Mal kam es zu Bränden, Überschwemmungen der Arena… Oftmals musste das Kolosseum restauriert werden, so haben z.B. Nerva, Antonius Pius, Elagabal oder Alexander Severus Erhaltungs- und Wiederaufbaumaßnahmen in die Wege geleitet. Über die Jahrhunderte steht das Amphitheatrum Flavium nun in diesem Tal. Die Gladiatoren haben ihren finalen Kampf längst ausgetragen. Heute schieben sich Touristenströme durch jene Gänge, die die Öffentlichkeit betreten darf. Die meisten wisse nicht, dass das Kolosseum krank ist. Man spricht von “Gesteinskrebs”. Normalerweise ist dies eine Aufgabe für Restauratoren. Diese erkennen die betroffenen Steine, können sie von anderen unterscheiden, wissen sie zu behandeln und zu retten. Italienische Politiker wiegeln ab. Zu teuer, heißt es, seien die Restauratoren. Sonderkommissar Roberto Cecchi will daher Baufirmen mit dieser höchst komplexen Arbeit betrauen. Vielleicht sollte der gute Mann noch einmal das italienische Denkmalrecht durcharbeiten, denn dort steht sinngemäß: Für die Konservierung historischer Gebäude müssen Fachrestauratoren bemüht werden. Aber Fachleute sind kostspielig – verständlich. Sie verfügen ja auch über ein außerordentliches Wissen, welches sie in langen Jahren des Studiums erworben haben. Ja, das Vorgehen solcher Politiker ist erschreckend. Das findet nicht nur der italienische Restauratorenverband ARI und erhält Unterstützung vom deutschen Restauratorenverband VdR.

(Photo: Dilif)

“Solange das Kolosseum steht, wird Rom stehen; wenn das Kolosseum fällt, fällt auch Rom, fällt auch die Welt.”

Ob Roberto Cecchi von jener apokalyptischen Prophezeiung weiß, die Beda Venerabilis einst verlauten ließ?

Lassen es wir dazu nicht kommen. Die italienischen Restauratoren haben eine Petition erstellt. Ein Link auf ihrer Website “Salviamo il Colosseo” führt zu einer Unterschriftenliste. Ich selbst habe sie schon unterzeichnet…

Zur italienischen Website der Restauratoren hier lang!

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